KSC - NEWS
KA-FANS News - Einträge 2561 - 2570

Supporters Karlsruhe News Beitrag 2570 - Donnerstag, 07.02.2002 um 20:06:10 Uhr

(mk) Die DFL wird angezählt!

PRO 15:30 steigt wieder in den Ring! – Die DFL wird angezählt!


Mit einem Countdown vom 22. Spieltag bis einem bundesweiten Aktionstag am 25. Spieltag wollen wir, die "Faninitiative PRO 15:30 - Kein Kick ohne Fans!", auf die Interessen von uns Fußballfans aufmerksam.

Die fortschreitende Kommerzialisierung mit einer weiterhin zuschauerunfreundlichen Ansetzung der Bundesligaspieltage ist uns ein Dorn im Auge. Außerdem fühlen wir Fans uns durch ein zunehmend harscheres Vorgehen der Sicherheitskräfte bei den Spielen unfair behandelt und in unserer persönlichen Freiheit eingeschränkt.

Lasst uns endlich STOPP sagen!

Diese Entwicklung schadet der Fankultur und letztendlich auch der Faszination Fußball.

Denn nur durch uns Fans wird der Fußball zum Ereignis, zum "Kick" für Millionen, erregt Interesse bei Wirtschaft, Sponsoren und TV-Sendern.

Daher fordern wir:

Festlegung aller Spieltage mit genauen Anstoßzeiten zu Beginn jeder Halbserie.

Bei Spielen, die nicht an Samstagen stattfinden, sollte die Entfernung zwischen den Spielorten nicht mehr als 300 km betragen.

Einschränkung der zuschauerunfreundlichen Ausdehnung des 2. Ligaspieltages von Freitag bis Montag durch die Verlegung des Livespiels von Montag auf Freitag.

Ausreichend Stehplätze für Heim- und Gästefans in allen Stadien.

Meinungsfreiheit und Freiräume zur kreativen Entfaltung der Fans im Stadion (Choreographien, Spruchbänder, Schwenkfahnen, Plätze für Zaunfahnen). Wir brauchen keine Unterhaltungsshows, die jegliche Fangesänge übertönen und den Fan zum bloßen Konsumenten degradieren.


An den nächsten drei Spieltagen soll mit folgenden Spruchbändern auf den Aktionstag hingewiesen werden:

22. Spieltag: Nur noch 3, dann kommt PRO 15:30!

23. Spieltag: Nur noch 2, dann kommt PRO 15:30!

24. Spieltag: Nur noch 1, dann kommt PRO 15:30!

Am bundesweiten Aktionstag, dem 25. Spieltag, sollen dann in möglichst allen Stadien Aktionen unter dem Motto „Heute kommt PRO 15:30!“ durchgeführt werden.

Den Aktionsflyer zum Countdown findet Ihr in Kürze unter www.pro1530.de und www.kkof.de.

Mach mit! Es geht um Dich!


Aus Liebe zum Fußball – PRO 15:30 – Kein Kick ohne Fans!

ka-fans.com News Beitrag 2569 - Donnerstag, 07.02.2002 um 11:06:57 Uhr

Fellich iewerfordert

Der Kommentar
ka-fans.com News Beitrag 2568 - Mittwoch, 06.02.2002 um 08:33:11 Uhr

KSC mit Sorgen in der Defensive

Trainer Stefan Kuntz plagen vor dem Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 (Mittwoch, 19 Uhr) Sorgen im Defensivbereich. Denn Carsten Birk wird den Badenern mit einem Bänderriss in der Schulter noch mindestens 10 bis 14 Tage fehlen. "Ausgerechnet in der in der Defensive hat es uns erwischt, wo wir zur Zeit sowieso nicht so gut bestückt sind", sagte der KSC-Coach am Dienstag zerknirscht. Als Alternativen hat sich Kuntz Andreas Backmann, Marco Engelhardt oder Holger Seitz ins Auge gefasst. In alphabetischer Reihenfolge wohlgemerkt. Doch der eine ist noch nicht 100% fit, den anderen mangelt es an Spielpraxis.

Dennoch glaubt man beim KSC an eine Chance gegen Aufstiegsaspiranten und Favoriten aus Mainz. "Sie hatten zwei Tage weniger zum regenerieren", hofft der Saarländer auf eine leichte konditionelle Überlegenheit seines Teams, "also müssen wir sie so zum Laufen bringen, dass ihr Kräfteverschleiß deutlich spürbar wird." Auch die Tatsache, dass die Mainzer nach dem mageren 1:1 gegen den VfL Bochum ebenfalls unter Erfolgsdruck geraten sind, empfindet Kuntz als durchaus positiv: "Wenn wir nicht gegen eine Mannschaft spielen müssen, die hinten drinsteht, kommt uns das entgegen."

S. Snape
ka-fans.com News Beitrag 2567 - Dienstag, 05.02.2002 um 14:28:15 Uhr

Spieltage 25 - 34 der 2. Bundesliga sind terminiert!

25. Spieltag:
Sonntag, 03.03., 15.00 Uhr: KSC – RW Oberhausen
26. Spieltag:
Freitag, 08.03., 19.00 Uhr: MSV Duisburg – KSC
27. Spieltag:
Samstag, 16.03., 15.00 Uhr: KSC – LR Ahlen
28. Spieltag:
Freitag, 22.03., 19.00 Uhr: SpVgg. Greuther Fürth – KSC
29. Spieltag:
Samstag, 30.03., 15.00 Uhr: KSC – SV Babelsberg 03
30. Spieltag:
Freitag, 05.04., 19.00 Uhr: 1. FC Union Berlin - KSC
31. Spieltag:
Freitag, 12.04., 19.00 Uhr: KSC – SSV Reutlingen
32. Spieltag:
Samstag, 20.04., 15.00 Uhr: KSC – Alemannia Aachen
33. Spieltag:
Sonntag, 28.04., 15.00 Uhr: Waldhof Mannheim – KSC
34. Spieltag:
Sonntag, 05.05., 15.00 Uhr: KSC – SpVgg. Unterhaching
Fanbericht News Beitrag 2566 - Montag, 04.02.2002 um 11:54:29 Uhr

Interview mit Stefan Kuntz (gesendet bei der Sendung „Sport im Dritten“)

Herzlichen Dank an unsere Stammtalkerin Hirschle fürs abtippen!

Moderator: Herzlich Willkommen. Stefan geht es denn jetzt, zumindest sportlich, wieder aufwärts beim KSC oder sollte man dieses Ergebnis nicht überbewerten?

Stefan Kuntz: Ja beides, es ist sicherlich ein wichtiges Ergebnis gewesen, so aus der Winterpause zu starten und auch gegen so einen starken Gegner und hat auch wichtige 3 Punkte gebracht aber mehr auch nicht.

Moderator: Es war ein erfolgreiches Trainingslager vorausgegangen in Bélek in der Türkei. Gab es da auch irgendwelche spielerischen Fortschritte und neue Erkenntnisse für den Trainer?

Stefan Kuntz: Ja wenn man so als Trainer anfängt in der Mannschaft oder in einem Verein dann hat man schon seine Vorstellungen aber wichtig ist, dass man die nachher passend zu der Mannschaft macht und eben auch dem Entwicklungsstand, dem momentanen Entwicklungsstand, der Mannschaft dementsprechend immer weiter nach oben schraubt und so konnte man es im Trainingslager auch tun. Das das natürlich jetzt mit der Umsetzung sofort so gut geklappt hat ist natürlich der Traum eines jeden Trainers aber letzten Endes spricht die Qualität meiner Spieler eben auch für sich dann.

Moderator: Aber das aller erste Saisonziel bleibt für Sie und ist der Klassenerhalt?

Stefan Kuntz: Absolut.

Moderator: Viele halten das aber nicht für möglich und das nicht aus sportlicher Sicht, sondern aus finanzieller Sicht, denn da liegt vieles im Kargen beim Karlsruher SC und wir haben einmal dieses Dilemma aufgearbeitet.


ZWISCHENREPORTAGE ÜBER DIE FINANZIELLE LAGE DES KSC`S:

Berichterstatter: Nie war er Symbolträchtiger, der nackte Mann im Wildpark. Blank bis auf die Haut, wie der Verein. Auch der Mitgliederinitiative „Neuer KSC“ wird seit langem kalt und kälter. Die Akute Geldnot: Sie stößt auf Unverständnis.

Dr. Bernd Hirsch (Mitglied der Initiative „Neuer KSC“): Ich denke auch, die Ausgaben sind eigentlich absehbar. Insofern fragt man sich einfach ob das nicht im Vorfeld hätte abgewendet werden können, ehe es in der Presse dann für so viel Unruhe sorgt.

Berichterstatter: Zuletzt wurden die Schlagzeilen immer Dramatischer. Von Zahlungsunfähigkeit, von Konkurs und Lizenzentzug war die Rede.

Detlef Dietrich: Die Finanzielle Lage ist nicht rosig. Wir haben einen Liquiditätsengpass erleben müssen. Jetzt ist Gott sei dank die Zeit vorbei, in der wir keine Einnahme mehr haben. Wir sind dabei, die Finanzen so auf die Schienen zu bekommen, so dass wir das, was wir am Ende des letzten Jahres erleben mussten nicht mehr erleben werden.

Berichterstatter: Vor allem die verspäteten Gehaltszahlungen an die Spieler sorgten für Gesprächsstoff. Sportlich blieb es zum Glück Folgenlos.

Bruno Labbadia: Das ist für die Mannschaft kein Problem, wenn es ordentlich gemacht wird, wenn es einfach erwähnt wird das es 5,6 Tage später kommt. Kann jeder mit Leben. Und es ist wie gesagt absolut anständig gemacht worden und deshalb ist es kein Thema.

Berichterstatter: Für Ärger beim Trainer sorgte aber der geplatzte Transfer des Gladbachers Quido Lanzaat. Die Kasse leer, die 50000 Euro nicht aufzutreiben. Stefan Kuntz musste auf die Weihnachtsverstärkung verzichten.
Verwunderung auch in Wattenscheid. Wochen lang blieb der klamme KSC die 60000 Euro-Rate für Gabriel Melkam schuldig.
Da passte es gut, dass wenigsten Sportweltboss Michael Kölmel Nachsicht übte. Für den 15 Millionen Mark Zuschuss vor 2 Jahren zahlt der KSC jetzt pro Saison 20% seiner TV-Gelder an Kölmel. In der zweiten Liga etwa 600000 Euro. Seit Sommer aber sind die Karlsruher ihren Zahlungsvereinbarungen nicht nachgekommen.
Viel schlimmer: Auch die kleinen Rechnungen für Lieferanten oder den Stadionsprecher blieben einfach liegen.
Spätestens jetzt konnte Vize-Präsident Martin Lenz nicht mehr anders: Rücktritt Ende Dezember. Seine Glaubwürdigkeit als Sozialplaner der Stadt war gefährdet. Keine Flucht vor der Verantwortung.

Martin Lenz: Wenn es jemals diesen Grund gegeben hätte, dann im Mai 2000. Denn als wir sahen, was wir übernommen hatten, ich nenne nur das Stichwort, dass die Kölmel - Verträge nicht abgeschlossen waren, da hätte es also wesentlich mehr Gründe gegeben „davonzulaufen“ .

Berichterstatter: Damals als der KSC auf dem Sterbebett lag, das neue Präsidium die Ärmel hochkrempelte, sportlich mit dem Wiederaufstieg alles richtig machte. Die Finanzen aber gerieten erneut in Schieflage, der Kraftakt geriet außer Kontrolle. Nach Recherche von Sport im dritten kostete die Regionalliga statt der geplanten 12, am Ende 21 Millionen Mark. Der KSC schlitterte blindlings in die Finanzkrise.

Martin Lenz: Diese Kosten kamen ja erst Anfang September ans Tageslicht. Es ging auch nicht vorher, bis dahin wurde die Bilanz erstellt. Also in sofern haben wir eine zweite Liga Planung gemacht ohne die tatsächlichen Ausgaben zeitnah im Griff zu haben und auch zu erkennen.

Berichterstatter: Das Desaster im Controling. Grund für die Finanzkrise. Die Notbremse ist gezogen. Jetzt muss Präsident Dietrich Konzepte vorlegen.

Peter Mayer (Vorsitzender Verwaltungsrat): Wir haben das Präsidium gebeten sämtliche Ausgabenpositionen auf Ihre Notwendigkeit hin zu prüfen. In sofern muss ein Sparplan vorgelegt werden. Gleichzeitig aber müssen uns auch Dinge vorgelegt werden, wie wir die Erträge, insbesondere im Marketingbereich, steigern können.

Berichterstatter: Der nackte Mann im Wildpark und der KSC werden also auf unbestimmte Zeit weiter frieren müssen. Hoffentlich droht da nicht der Kältetod.

INTERVIEW TEIL 2!

Moderator: Stefan, morgen gibt es eine Krisensitzung von Verwaltungsrat und Präsidium. Viele befürchten ähnliche Situation wie beim SSV Ulm, beängstigend eigentlich. Wie schaffen Sie es diese ganzen Querelen von der Mannschaft wegzuhalten?

Stefan Kuntz: Ja gut, da muss man schon ein bisschen ausholen. Also morgen ist keine Krisensitzung sondern das ist die tournusmäßige, normale Sitzung zwischen Verwaltungsrat und Präsidium. Da geht es ja eigentlich schon los auch diese teilweise hahnebüchen aufgestellten Rechnungen, wie wir angeblich in der Kreide stehen das ist auch Quatsch. Da muss man auch sagen, dass es teilweise schon Medienkampagne ist. Es geht garantiert 10 oder 12 Vereinen in der zweiten Liga schlechter als uns. Fakt ist wir haben einmal, vom Präsidium informiert, 10 Tage oder ein paar Tage auf unser Geld gewartet. Wir haben Vereine in der zweiten Liga dabei, die haben Ihr Dezembergehalt noch nicht gezahlt. Von daher gesehen ist das alles jetzt in eine Richtung: Sehr gegen den KSC! Was wir sicherlich ein bisschen blauäugig angegangen sind, ist diese Situation generell. Nur was keiner nachempfinden kann ist, was für folgen ein Abstieg von der ersten in die zweite Liga hat und dann noch mal sofort von der zweiten in die dritte Liga. Wir standen am Anfang mit 4 Spielern da und Angestellte, also die Spielerverträge bei Abstieg laufen ja oft aus oder sind dann nicht mehr Gegenstand, von Angestellten aber bleiben sie Gegenstand. Also nimmst du viele mit da rein, ohne das du dich dagegen wehren kannst. Ansonsten ein paar Sachen muss man aufschlüsseln: Der Fall Lanzaat war von mir nur deswegen ins Spiel gebracht bekommen, weil wir 4,5,6 Stammspieler verletzt hatten, die adäquat nicht über längere Zeit spielen konnten.

Moderator: Und er war doch nicht teuer, das waren nur 50000 Euro.

Stefan Kuntz: Das ist richtig, aber wenn zu dem Zeitpunkt das Präsidium sagt, dass können wir im Moment nicht machen, dann muss ich das als Trainer auch akzeptieren.

Moderator: Ok, aber es geht ja um wirklich um Mediaspace. Der Fall Melkam: Das ist ja bewiesen, das da Wattenscheid noch auf eine Rate wartet.

Stefan Kuntz: Was meinen sie auf wie viel Raten wir warten? Haben sie einmal erlebt, dass wir: Wir kriegen von Fenerbahce kriegen wir noch Geld den für den Serhat Akin. Wir kriegen von Genf noch Geld. Da stellen wir uns doch nicht auf der Jahreshauptversammlung hin und schreien das irgendwo rein, in irgendwelche Mikrofone so wie das Wattenscheid gemacht hat. Nur weil da mal vier Wochen auf ne Rechnung gewartet werden musste. Das passt nur im Moment allen Leuten so ein bisschen rein. Da nimmt man sich das raus und das raus und dann sagt man, beim KSC sieht es trübe aus.

Moderator: Ja und die Geschichte mit dem Mannschaftsbus?

Stefan Kuntz: Moment ganz Kurz. Genauso wie dieser Zeitungsartikel wo der eine sich da äußert, der vor 10 Jahren beim KSC mitschuldig war, dass der KSC so schlecht dasteht und der stellt sich hin und sagt: Warum braucht der Kuntz drei Co-Trainer. Also wenn man überhaupt keine Ahnung von der Geschichte hat, dann soll man die Klappe halten. Ich hab meinen Torwarttrainer, der ist Zahntechniker. Also wird er bezahlt wenn er mittags kommt, trainiert meine Torhüter und die A-Jugend Torhüter. Der Marco Pezzaiuoli ist zu einem Viertel seiner Zeit bei mir ansonsten macht er die Jugendarbeit und die Amateurarbeit und Frank Lelle ist mein Co-Trainer. So stimmt es. Wir haben kein Scoutingsystem, überhaupt keins. Wir haben also nicht irgendwo noch wie viel Leute sitzen, die bezahlt werden von uns um Leute zu beobachten, heranzuziehen und dann irgendwo zu empfehlen und wenn ich dann sehe, was gerade die vier für eine Trefferquote haben bei den letzten eineinhalb Jahren wo wir Leute verpflichtet haben, dann muss ich sagen dann darf man diese Fragen nicht stellen sondern muss man sich ein bisschen mehr dafür interessieren und dann vielleicht nicht so dumme Aussagen machen und das letzte, dann bin ich auch gleich fertig, das letzte ist: jeder der jetzt da irgendwo sitzt, ob neuer KSC ob alter KSC oder was, ist willkommen! Wir machen die Arme auf, es kann jeder kommen, jeder kann uns helfen! Nur die draußen stehen und dumm Quatschen: auf die können wir verzichten!

Moderator: Versteh ich auch! Aber es gibt ja nun ein paar belegbare Fakten, dass wirklich kein Geld da ist, dass der Mannschaftsbus verkauft werden musste, der wird jetzt geliehen.

Stefan Kuntz: Das stimmt auch nicht! Das ist ein Riesendeal gewesen. Passen Sie auf: Sie gehen jetzt hin kaufen sich ein Auto und die Bank gibt Ihnen einen Kredit. Liegt der Fahrzeugbrief bei der Bank. Aber Ihr Nachbar sagt ja nicht: Das Auto gehört Ihnen nicht. Jetzt kommt ein anderer. Sie sagen: Ok die Bank hat eine schlechte Kondition ich gebe lieber das Darlehen dort ab und gebe es jemanden, der mir viel bessere Konditionen macht! Dann sagt der Nachbar: Mensch leck mich am Ärmel, das hasste gut gemacht wie kann ich denn dort auch hinkommen? Bei uns heißt es die mussten den Bus verkaufen! Ich erzähl jetzt keinen Quatsch, dass ist wirklich so gewesen.

Moderator: Ok, jetzt fragen wir mal. Gehen wir mal in die Zukunft! Es wird in jedem Fall schwierig die Lizenz zu erhalten. Ich meine, was ich auch nicht ganz verstehe: Wenn noch Geld aussteht von anderen Vereinen, dann kann man ja auch vielleicht die Banken überzeugen, dass sie eine gewisse Frist einräumen.

Stefan Kuntz: Gebe ich Ihnen Recht, aber Auslandsschulden werden nicht akzeptiert bei den Banken.

Moderator: Ok, haben wir das geklärt. Aber droht nicht mal mögliche Situation wie damals mit Scholl, mit Sternkopf, mit Kahn, dass die größten Talente verkauft werden müssen. Es gibt einige große Talente beim KSC, die da wären: Fuchs, Melkam, wen haben wir da noch, Fritz beispielsweise. Droht da nicht ein ausbluten möglicherweise ein Verkauf der größten Talente, um die Lizenz zu erhalten?

Stefan Kuntz: Sie haben Recht! Die Gefahr ist jetzt natürlich schon mal irgendwo da. Nur, Aussage meines Präsidenten vor zwei Tagen: Die Lizenz für das nächste Jahr ist kein Problem im selben Umfang wie wir sie jetzt haben, diese Saison und darüber hinaus müssen wir eben erarbeiten, was können wir noch an zusätzlichen Einnahmen hereinkriegen um vielleicht dann den nächsten Schritt, den nächsten sportlichen Schritt zu machen anstelle von Klassenerhalt mal versuchen in der Oberen Hälfte mitzuspielen. Wichtig ist die Lizenz zu bekommen und dann eben auch gleichzeitig so zu arbeiten, dass wir vielleicht noch mehr Einnahmen haben. Ich wäre ja auch gerne so an Stuttgarts stelle, die jetzt das Stadion immer ausgebaut bekommen und immer wieder Hilfe vom Land oder so. Wenn wir so ein bisschen was abbekämen wäre auch ganz gut. Aber es ist schon so wir müssen, im Moment haben wir einen Status quo der sehr hart erarbeitet werden musste aber der nicht so aussieht als müsste man jetzt die Decke über dem Kopf zusammenschlagen.

Moderator: Stefan, was mich ein bisschen wundert: Normalerweise sind die Trainer ja mit der finanziellen Situation des Vereins nicht so befasst. Das ist ja normalerweise Managementaufgabe. Der Guido Buchwald ist weg: Müssen sie jetzt, weil sie jetzt den Einblick da haben, Managementaufgaben war nehmen beim KSC?

Stefan Kuntz: Es ist umgekehrt. Weil ich Managementaufgaben wahrnehmen muss hab ich den Einblick.

Moderator: Ist es denn so, dass sie wirklich zu 100% sicher sind immer reinen Wein ausgeschenkt zu bekommen was so Finanzpolitik angeht?

Stefan Kuntz: Von meinem Präsidenten schon, weil wenn der mich anlügen würde, dann müsste ich meine Konsequenzen ziehen und würde den Verein verlassen.

Moderator: Es klingt fast schon so, als ob Sie ein ewiger Optimist sind, der so in den Wald pfeift.

Stefan Kuntz: Also ich finde, ich hab die Argumente ganz gut widerlegen können. Es war kein Pfeifen dabei sondern es waren Gegenargumente da und ich muss sagen, ich halte auch nichts davon immer alles schwarz zu malen. Der KSC ist einen ganz, ganz schweren Weg gegangen. Das ist ein Verein wo wir glauben, das wir unwahrscheinlich was aufbauen können. Wir sehen auch ein tolles Fanpotenzial und das lass ich mir jetzt auch nicht kaputt schreiben.

Moderator: Stimmt es auch nicht, dass sie vor der Winterpause jedem in der Mannschaft gedroht haben sollen, der nicht mitzieht, das er rausfliegt möglicherweise?

Stefan Kuntz: Na die Drohung die steht ja über allen Spielern vom Trainer.

Moderator: Und hat das was bewirkt?

Stefan Kuntz: Ja wir haben 4:1 das erste Spiel gewonnen.

Moderator: Das ist allerdings war. Sie wollten in der Offensive mehr Akzente setzen. Da ist vor allem Ihr ehemaliger Mitspieler Bruno Labbadia gefordert. Wie sieht das aus? Klappt das jetzt mehr?

Stefan Kuntz: Bruno alleine, ist nicht nur... Es ist nicht nur Bruno gefordert, sondern wir müssen mit ihm spielen und untereinander spielen. Wir haben jetzt gegen Bochum, gegen eine sehr gute Mannschaft, bestimmt 8 bis 10 Chancen herausgearbeitet. Das Offensivspiel war besser aber wir haben von Anfang an gesagt, dass das eben auch der Part in der Mannschaft ist, der am längsten dauert, weil Offensive einfach dieses Bekenntnis, der Laufweg eben länger dauert als die Defensive. Und von daher haben wir gestern oder vorgestern den richtigen Schritt dahin gemacht aber es ist noch ein bisschen Platz.

Moderator: Jetzt möchte ich mal etwas zitieren. Sie haben sich mal selber folgendermaßen beschrieben: Ich bin der Traum eines jeden Trainers. Ich bin ein offener, ehrlicher Arbeiter und so kann man auch mit mir umgehen. Offen und ehrlich. Fordern sie das auch von Ihren Spielern ein? Sieht so auch Ihr Traumspieler aus der offen und ehrlich ist und ihnen ab und zu mal die Meinung sagt?

Stefan Kuntz: Absolut. Wir haben Generell ein sehr enges Verhältnis. Also eigentlich, vielleicht so wie ich es gekannt habe, nicht so ein enges Verhältnis zwischen Spielern und Trainern wie es jetzt bei uns ist. Ich muss sagen, ich komme damit sehr gut klar. Es tut zwar dann weh, dem ein oder anderen mal zu sagen vielleicht jetzt du bekommst jetzt keinen Vertrag oder du spielst mal nicht. Das tut ein bisschen weher als sonst. Vielleicht wenn man das ganze ein bisschen abgezockter sieht. Aber ich denke das die Art und Weise wie wir die Mannschaft führen, gut ankommt bei den Spielern und sie müssen wissen, dass ich trennen kann zwischen Mensch und Spieler und im Grunde genommen bin ich ja dann auch für Ihre Sorgen da, weil die will ich Ihnen wegnehmen, damit sie mit freiem Kopf Fußball spielen können.

Moderator: Ich fand es auch klasse, dass sie heute so offene und ehrliche Worte hier gefunden haben, auch vieles korrigiert haben und ich sag auch offen und ehrlich, es war toll das sie da waren Stefan. Alles Gute und weiterhin viel Erfolg mit dem KSC.
ka-fans.com News Beitrag 2565 - Montag, 04.02.2002 um 10:12:44 Uhr

Tickerzusammenfassung: 1. FC Saarbrücken - KSC 1:1(1.02.2002)

20 Uhr und 57 Minuten
Das Tickerteam bedankt und verbaschiedet sich von euch. Bis Mittwoch zur Top-Begegnung KSC gegen Mainz live aus dem Wildpark.
Und tschüss.....

20 Uhr und 55 Minuten
Fazit: Alles in allem ein gerechtes Unentschieden. Die Hausherren in Durchgang eins besser, die Badener in der 2.Hälfte dominanter. Die Treffer von Koltai (1:0/30.) und Waterink (1:1/70.) entsprangen jeweils aus der Druckphase des FCS bzw. KSC! Für die Badener war auf jeden Fall mehr drin, doch muss man sich, in Anbetracht des Spielverlaufs, mit diesem einen Punkt durchaus zufriedn geben.


20 Uhr und 53 Minuten
Saarbrücken - Karlsruhe 1:1 (Endstand)
Tore:
1:0 Koltai (30.)
1:1 Waterink (70.)

Karten:
Gelb-Rot: Hutwelker (92./wg. Meckerns)

Spielnote: 3

20 Uhr und 48 Minuten
Schlusspfiff!!

20 Uhr und 46 Minuten
93.Minute: Gelb-Rot für Hutwelker (wg. Meckerns)!

20 Uhr und 45 Minuten
92.Minute: Ecke für den FCS. walter springt am Ball vorbei, doch keine Gefahr!!

20 Uhr und 45 Minuten
91.Minute: 3 Karlsruher gehen alleine auf das FCS-Tor zu, doch kein Tor!!!

20 Uhr und 44 Minuten
2 Minuten Nachspielzeit!

20 Uhr und 43 Minuten
87.Minute: Die letzten 3 Minuten!

20 Uhr und 42 Minuten
86.Minute: Susic per Kopf wieder an die Latte!!!!!


20 Uhr und 40 Minuten
85.Minute: Flanke von Rus, Eich kommt raus und hat den Ball. Lässt in aber wieder abprallen, doch die davor stehenden Kracht und Graf kriegen den Ball nicht im Tor unter. Pech für den KSC!!

20 Uhr und 37 Minuten
Saarbrücken scheint mit dem Latein am Ende zu sein. Hier ist jetzt ein Sieg drin!

20 Uhr und 37 Minuten
80.Minute: Fehler von Catizone in der Abwehr, Garf stiehlt sich den Ball und schnibelt den Ball am Tor vorbei!!

20 Uhr und 35 Minuten
78.Minute: ANDREAS BACKMANN kommt ins Spiel!

20 Uhr und 34 Minuten
Saarbrücken - Karlsruhe 1:1 (Zwischenstand)
Tore:
1:0 Koltai (30.)
1:1 Waterink (70.)


20 Uhr und 34 Minuten
77.Minute: Beim FCS klappt nichts mehr. Aber auch der KSC lauert nun auf Konter!

20 Uhr und 32 Minuten
75.Minute: Schuss von Lababdia einen Meter am Saarbrücker Tor vorbei!
Anpropos: EX-KSC'ler Manfred Bender feiert nach langer Verletzungspause sein Comeback!

20 Uhr und 27 Minuten
70.Minute: Der KSC war drückend überlegen. Ein abgefälschter Schuss von Daniel Graf findet seinen Abnehmer in Thjis Waterink, der in Abstaubermanier aus 7 Metern das mehr als verdiente 1:1 markeirte!!!

20 Uhr und 25 Minuten
70.Minute: 1:1!!!!

20 Uhr und 24 Minuten
69.Minute: Bruno Labbadia setzt einen Schuss aus 7 Metern an, doch kein Tor!

20 Uhr und 22 Minuten
68.Minute: Karlsruhe wirft nun alles nach vorne....

20 Uhr und 19 Minuten
Die Zeit rennt dem KSC davon!

20 Uhr und 19 Minuten
Saarbrücken - Karlsruhe 1:0(Zwischenstand)
Tore:
1:0 Koltai (30.)

20 Uhr und 19 Minuten
64.Minute: Im Gegenzug erzielt Choji per Solo fast das 2:0!

20 Uhr und 18 Minuten
63.Minute: Schöner Schuss von Melkam, doch wieder ist es Eich, Ecke!

20 Uhr und 17 Minuten
61.Minute: Graf wird von Birk mustergültig angespielt, der Ex-Offenbacher ist durch, doch der Schiri entscheidet auf Abseits!

20 Uhr und 14 Minuten
58.Minute: Karlsruhe mit einem erneuten Angriff, Waterink kommt mit nach vorne, wird aber von Catizone gebremst!

20 Uhr und 13 Minuten
Saarbrücken - Karlsruhe 1:0(Zwischenstand)
Tore:
1:0 Koltai (30.)


20 Uhr und 12 Minuten
53.Minute: Ein richtig gutes sowie offensiv geführtes Spiel. Leichte Feldüberlegenheit für unsere Jungs!

20 Uhr und 9 Minuten
52.Minute: Carsten Hutwelker per Kopf mutter seelend alleine vor Walter, doch bevor Saarbrückens Spieler den Kopfstoss vollenden kann, klärt Thorsten Kracht, Glück!!!

20 Uhr und 6 Minuten
50.Minute: Im Gegenzug scheitert Daniel Graf sowie Gabriel Melkam aus 17 Metern freistehend an eigenem Unvermögen. Susic klärte im Anschluss!!

20 Uhr und 5 Minuten
49.Minute: Der KSC läuft in einen Saarbrücker Konter, doch nun (im Gegensatz zur 1.Halbzeit) hält die Abwehr!

20 Uhr und 4 Minuten
48.Minute: Rießen Chance für den KSC. Pfosten-Schuss von Danny Fuchs aus 16 Metern!!!

20 Uhr und 3 Minuten
47.Minute: Bruno Labbadia wird von Winkelhöfer im Strafraum durchaus elfmeterreif gehalten, doch der Schiri will nichts gesehen haben!

20 Uhr und 1 Minuten
CLEMENS FIRTZ nun für AYDIN CETIN in der Partie!

20 Uhr und 0 Minuten
Anpfiff zur 2.Halbzeit!

19 Uhr und 59 Minuten
Die Mannschaften kommen wieder auf das Spielfeld!

19 Uhr und 50 Minuten
Halbzeitfazit:
Der KSC kam zunächst nicht richtig ins Spiel. Chancen von Hutwelker und mehrmals Koltai waren da nur die logische Folge. Letzterer war es dann auch, der das verdiente Saarbrücker 1:ß erzielte. Schöne Kombination zwischen Muschinka und dem Ungarn, Koltai frei vor Thomas Walter und drin! Danach zog der KSC dass Tempo aber an und brachte die Hausherren ein ums andere mal in große Bedrängnis. So scheiterte Graf oder auch Grimm aus kürzester Distanz. In der 2.Halbzeit muss trotz allem mehr vom badischen Traditionsverein kommen, ansonsten ist eine Niederlage beim Tabellenvorletzten gar nicht mal so unwahrscheinlich.

19 Uhr und 45 Minuten
Saarbrücken - Karlsruhe 1:0 (Halbzeitstand)
Tore:
1:0 Koltai (30.)

19 Uhr und 45 Minuten
Halbzeit!

19 Uhr und 43 Minuten
Saarbrücken - Karlsruhe 1:0 (Zwischenstand)
Tore:
1:0 Koltai (30.)


19 Uhr und 42 Minuten
42.Minute: 20 Meter-Schuss von Rus weit drüber!

19 Uhr und 40 Minuten
40.Minute: Scharf geschossener Freistoss von Birk, Kopfballverlängerung von Grimm und Außenpfosten. Doch keine Aufregung, der Schiri hat bereits auf Tor-Au entschieden!

19 Uhr und 39 Minuten
39.Minute: Der KSC jetzt überlegen. Graf, Labbadia und auch Fuchs tauchen immer wieder vor Keeper Eich auf!

19 Uhr und 36 Minuten
Karlsruhe kommt!!

19 Uhr und 36 Minuten
35.Minute: Brnas kann einen wuchtigen Cetin-Knaller aus 3(!) Metern gerade noch so klären!

19 Uhr und 34 Minuten
33.Minute: Walter muss wieder gegen Muschinka retten!

19 Uhr und 32 Minuten
32.Minute: Im Anschluss scheitert Daniel Graf per Freistoss an Peter Eich!!

19 Uhr und 32 Minuten
Schöne Kobination von Muschinka und Koltai. Letzterer lässt sich dann die Chance nicht nehmen und markiert (leider) verdientermaßen das Saarbrücker 1:0, Walter ohne Abwehr-Möglichkeit!!

19 Uhr und 30 Minuten
30.Minute: 1:0 für Saarbrücken, Koltai!

19 Uhr und 25 Minuten
25.Minute: Lattentreffer von Koltai aus 7 Metern!!!!!

19 Uhr und 24 Minuten
24.Minute: Guter Schuss von Cetin am Tor vorbei!

19 Uhr und 23 Minuten
22.Minute: Flanke von Birk, Labbadia per Kopf, doch der Saarbrücker Abwehrspieler Echendu kann die Situation bereinigen. Ecke!

19 Uhr und 23 Minuten
22.Minute: Flanke von Birk, Labbadia per Kopf, doch der Saarbrücker Abwehrspieler Echendu kann die Situation bereinigen. Ecke!

19 Uhr und 20 Minuten
18.Minute: Die ganz in weiß aufspielenden Badener gehen hier durchaus engagiert zu Werke. Wollen ihrem Trainer und den Fans zeigen, dass der 4:1 Sieg gegen Bochum keine Altagsfliege war.
Trotzdem muss man atestieren, dass die ersten größeren Chancen den Hausherren gehörten!

19 Uhr und 17 Minuten
17.Minute: Schussversuch von Danny Fuchs aus der Distanz, der Ball geht aber weit am Saarbrücker Tor vorbei!!

19 Uhr und 16 Minuten
15.Minute: Gute Chance für die Badener. Birk und Graf verpassen einen guten Pass von Labbadia. Knapp wars!!

19 Uhr und 15 Minuten
Saarbrücken - Karlsruhe 0:0 (Zwischenstand)
Tore: -

19 Uhr und 14 Minuten
14.Minute: Teo Rus tritt einen Freistoss direkt in die Mauer. Das kann der gute Teo besser......

19 Uhr und 13 Minuten
13.Minute: Konter KSC. Daniel Graf flankt in den Strafraum, Eich und Birk gehen zum Ball, aber wieder ist es der saarländische Schlussmann der die Kugel unter sich begraben kann!!

19 Uhr und 12 Minuten
12.Minute: Die Saarbrücker lassen hier ein kleines Anfangsfeuerwerk abbrennen. Doch wieder ist es Koltai, der an Walter scheitert!

19 Uhr und 10 Minuten
10.Minute: Carsten Birk prüft aus 18 Metern den FCS-Tormann Peter Eich!

19 Uhr und 9 Minuten
9.Minute: Bruno Labbadia und Daniel Graf scheitern am Versuch ein gepflegtes Doppelpassspiel aufzuziehen!

19 Uhr und 8 Minuten
7.Minute: Schöne Parade von Thomas Walter. Nach einem Koltai-Schuss aus 14 Metern, kann der KSC-Keeper den Ball gerade noch so um den Pfosten lenken!!!

19 Uhr und 6 Minuten
6.Minute: Nachdem Carsten Birk verletzungsbedingt behandelt werden musste, scheitert Cetin an der Eckfahne im Eins gegen Eins an Hutwelker!

19 Uhr und 4 Minuten
3.Minute: Auch der KSC mit einer kleineren Tormöglichkeit. Thorsten Kracht mit einem Pass zu Bruno Labbadia, der aber mit einem 30 Meter-Schuss nicht zum Erfolg kommt!

19 Uhr und 2 Minuten
1.Minute: Gleich mal die erste Chance für Saarbrücken. Ein Kopfball von Hutwelker verfehlt das KSC-Tor nur knapp!!

19 Uhr und 1 Minuten
Anpfiff in Saarbrücken!

18 Uhr und 55 Minuten
Beide Mannschaften begeben sich in den nächsten Minuten in die Kabinen. Gleich gehts los, die Spannung steigt....

18 Uhr und 50 Minuten
Aufstellung:
Vermutlich wird Daniel Graf spielen können. Die Vorzeichen stehen zumindest gut! Für ihn wird dann wohl Werner Heinzen weiche müssen!

18 Uhr und 42 Minuten
Vorraussichtliche KSC-Aufstellung (Änderungen möglich)
1 Thomas Walter
2 Werner "Fussballgott" Heinzen
3 Marco Grimm
5 Thorsten Kracht
7 Teo Rus
9 Bruno Labbadia
11 Danny Fuchs
12 Aydin Cetin
18 Gabriel Melkam
21 Carsten Birk
25 Thijs Waterink



18 Uhr und 35 Minuten
Saarbrücken

Neuigkeiten: Der 1.FC Saarbrücken steht in allen Spielen der Rückrunde enorm unter Erfolgsdruck. Denn mit immer noch 9(!) Punkten Rückstand auf einen Nichtaufstiegesplatz steht man fast schon vor dem sportlichen Aus. Obwohl die Farbe schwarz in den Trikots der Saarländer eine große Rolle spielt und die derzeitige Tabellensituation nicht gerade berauschend ist, sollte man selbiges nicht sehen. Zum einen gab es vergangene Woche einen knappen aber durchaus verdienten 2:1 Sieg über Aufsteiger Schweinfurt, zum anderen sorgt Neu-Trainer sowie US-Legionär Tom Dooley für frischen Wind beim derzeitigen Tabellenvorletzten. Denn erstmals seit dem 21.10.01 trägt das Dooley-Team nicht die berüchtigte „Rote Laterne“. Was allerdings nicht gerade zu Gunsten der Saarbrücker spricht, ist die altbekannte Konditionsschwäche. Denn nach etwa 70 Minuten ist die Truppe konditionell am Ende und neigt zu gravierenden (Abwehr)-Fehlern. „ Mir ist gesagt worden, dass ich eine Mannschaft übernehme, die bis zur 90.Minute fightet und jetzt stelle ich fest, dass wir konditionell noch nachlegen müssen“, meinte der US-Amerikaner sichtlich enttäuscht über die falschen Versprechungen seitens des FCS-Präsidiums. Auch die Schwäche im Abschluss muss unbedingt abgestellt werden (hoffentlich nicht heute). Einzigst die Fans, die trotz dieser prekären Situation hinter ihren Jungs stehen, sowie das neue Trainergespann lassen auf bessere Zeiten hoffen

Personalie: Personell hat der heutige Gastgeber keine Sorgen. Außer Jonathan Akpoborie kann Trainer Dooley auf den kompletten Kader zurückgreifen. Da dieser aber nach dem typisch amerikanischen (Sport)-Motto „You never changing a winning team“ handelt, ist damit zu rechnen, dass die Erfolgself der letzten Woche, auch gegen den badischen Traditionsverein auflaufen wird. Das würde allerdings bedeuten, dass Ex-KSC’ler Manfred Bender mit der Bank vorlieb nehmen muss. Bitter, aber nach einer gerade genesenen Verletzung kann man auch nichts anderes erwarten.

Taktik: Die Saarbrücker werden heute sicherlich taktisch eher auf die „Kontrollierte Offensive“ setzen. „Mit diesem Zug sind wir auch gegen Schweinfurt gut gefahren“, meinte Tormann Peter Eich unter der Woche. Vor allem die Flügelflitzer Susic und Laping sollen den konteranfälligen KSC ein ums andere mal Schwindlig spielen. Torwarturgestein Peter Eich wird in Zusammenarbeit mit Bremas, Winkelhofer und Echendu hinten in der Defensive für sein Übriges tun. Für die Tore werden auch heute (übrigens wie auch im Hinspiel) Choji und Koltai sorgen.

Formation: 3 – 5 – 2

Verletzte: Jonathan Akpoborie (Aufbautraining)

Ziele: „Wir werden unsere bestehende Chance gegen den KSC zu nutzen versuchen“ (Uwe Klimaschefski, Co-Trainer)


Karlsruhe

Neuigkeiten: Auch der KSC konnte sein erstes Spiel nach der Winterpause mehr als erfolgreich abschließen. Mit einer 4:1 Gala-Vorstellung gegen den fast schon lethargisch wirkenden VFL Bochum feierte man ein „bombastisches“ Stelldichein im neuen Fussballjahr 2002. Damit das auch so bleibt, setzt Erfolgs-Coach Stefan Kuntz auf altbewährte Mittel. So wird man sich auch im Saarland nicht auf pure Abwehrarbeit beschränken, sondern das Spiel so offen wie möglich zu gestallten. Sehr positiv in den letzten Wochen ist vor allem ein Spieler beim KSC. Ivan Saenko! Der quirlige Russe durfte sich in den letzten Spielen über einige Bundesliga-Einsätze freuen und bestach in denen mit unermüdlichem Einsatz und dem ein oder anderen Fussball-Kunsstück.

Personalie: Der gegen Bochum gesperrte Thorsten Kracht kann gegen die Saarbrücker wieder von Anfang an spielen. Für ihn wird wohl Carsten Rothenbach weichen müssen. Wobei dieser letzte Woche gegen den VFL eine durchaus solide Partie bestritt und gezeigt hat, dass er in der 2.Liga allemal mithalten kann. Ob es mit dem Mithalten (allerdings in einem anderen Sinne) auch bei Daniel Graf klappt, wird sich erst kurz vor Spielbeginn entscheiden. Denn der ehemalige Offenbacher leidet noch immer an einer im Spiel gegen den VFL Bochum zugezogenen Bänderdehnung. Auch für Engelhardt, Boehnke, Ertl und Jung-Star Clemens Fritz käme ein Einsatz deutlich zu früh. Zwar konnte alle in dieser Woche am Mannschaftstraining teilnehmen, doch bestände bei allen ein gewisses Rest-Risiko, das Stefan Kuntz nicht bereits ist einzugehen, verständlich! Wahrscheinlich ist auch der Einsatz von Werner Heinzen, der nach einer langen Verletzungspause gegen die Neururer-Truppe einen super Einstand feierte. 40 Sekunden im Spiel und schon ein Tor – Fussballgott eben! Übrigens, mit Carsten Birk kehrt ein ehemaliger Saarbrücker an seine alte Wirkungsstätte zurück. Aber nur für 90 Minuten.

Taktik: Gegen die Saarländer wird man sicherlich nicht zimperlich rangehen. Denn mit dem FCS steht eine der härtesten Mannschaften der 2.Liga gegenüber, wie eine Statistik-Auswertung ergab. Trotzdem darf der KSC nicht sein spielerisches Potential aus den Augen verlieren. Kurzum, einfach so spiele wie letzte Woche beim 4:1 Erfolg gegen Bochum.

Formation: 3 – 4 –3

Verletzte: Jens Boehnke (Aufbautraining), Clemens Fritz (Infekt), Stephan Ertl (Aufbautraining), Carsten Rothenbach (Angeschlagen)

Ziele: „Ein Sieg ist drin“ (Danny Fuchs, Spieler)


Tickerprognose: Der Karlsruher Sport Club trifft heute sicherlich auf keinen leichten Gegner. Zwar befinden sich die Saarländer weit abgeschlagen auf dem vorletzten Tabellenplatz, doch hat man letzte Woche gesehen, zu was das Team im Stande ist. Knüpft der KSC allerdings an die prima Leistung vom Bochum-Spiel an, wird die konditionelle sowie Abwehrschwache FCS-Elf gehörige Probleme bekommen. Tipp: 1:0 für den KSC!

18 Uhr und 35 Minuten
Willkommen zum Spiel "Saarbrücken - Karlsruhe". Das Tickerteam wird sie die kommenden 90 Minuten und auch darüber hinaus aktuell vom Spielgeschehen informieren. Gleich folgen die ersten Infos!
ka-fans.com News Beitrag 2564 - Freitag, 01.02.2002 um 16:55:33 Uhr

KSCWWW im Radio auf der Welle

Gestern abend war es wieder soweit. Auf der Welle lief die zweite Ausgabe des KSC Fanwelle Magazins. Diesmal war der KSC Fansclubs World Wide Wave zu Gast bei Moderator Jürgen Fassbender. Grund genug für uns, einen kurzen Ausschnitt aus der Sendung zu bringen, vor allem da es diesmal um die KSC Fans im Internet ging:

Wir bieten den Ausschnitt aus der Sendung in verschiedenen Qualitätsstufen an, damit die Ladezeiten nicht zu groß werden. Als Format haben wir den Dateityp "wav" gewählt, der von fast allen PC's ohne Probleme interpretiert werden kann.

Qualität sehr gut: Fanwelle 2,2 MB
Qualität gut: Fanwelle 1,0 MB
Qualität ordentlich: Fanwelle 800 KB
Qualität mies: Fanwelle 104 KB
ka-fans.com News Beitrag 2563 - Donnerstag, 31.01.2002 um 16:40:51 Uhr

KSC: Mit neuem Selbstbewußtsein gegen Saarbrücken

Karlsruhe - Mit Selbstvertrauen, aber ohne Selbstherrlichkeit will man nach dem überzeugenden 4:1 gegen den VfL Bochum beim Karlsruher SC die kommende Zweitligaaufgabe beim 1. FC Saarbrücken (Freitag, 19 Uhr) angehen. In der Abwehr kann KSC-Coach Stefan Kuntz wieder auf Routinier Torsten Kracht zurückgreifen, der für Carsten Rothenbach (Muskelprobleme) ins Team rücken wird. Im Sturm dagegen fürchtet der KSC-Trainer um sein Offensivduo Clemens Fritz (Virusgrippe) und Daniel Graf (Knöchelprobleme), deren Einsatz sich kurzfristig entscheiden wird.

Vor den angeschlagenen Saarländern hat Kuntz sein Team gewarnt. "Der schlimmste Fehler wäre zu glauben, es ginge jetzt alles von alleine", hat er seiner Mannschaft nach dem glanzvollen Sieg gegen den VfL Bochum wieder und wieder eingebläut: "Die spielen dort um ihr letztes Hemd." Kuntz, selbst Saarländer aus Neunkirchen, hätte allerdings kein Problem damit, drei Punkte von seinem Saarbrücker Kumpel Tom Dooley mit nach Karlsruhe zu nehmen. "Ich konnte schon als Spieler meine Freunde gut für 90 Minuten vergessen", sagte er, "warum soll das als Trainer nicht auch gehen."

Voll zufrieden ist Stefan Kuntz mit der Entwicklung von Daniel Graf. "Wir wollten ihm in Karlsruhe die Möglichkeit geben, wieder Tritt zu fassen", erzählte er, "wir wussten, was er kann". Doch das sei nicht immer leicht gewesen. "Wir haben sehr hart miteinander gearbeitet", grinst Kuntz. Zum Beispiel habe das Trainerteam Graf davon überzeugt, dass Ideen wie "es fällt mir schwer, mich in jedem Training voll anzubieten, es ist besser wenn ich weiß, dass ich Samstags spiele und mich die Woche über für das Spiele erhole" nicht Leistungsförderlich seien. Und wenn der Spieler das am Ende verstanden habe und dann auch noch so eine Leistung wie Daniel Graf abliefere, dann erfülle ihn das mit Stolz, sagte Stefan Kuntz.

Auch Aydin Cetin ist nach Meinung des Trainers wieder auf dem richtigen Weg. "Man muss einem jungen Spieler zugestehen, dass er für eine neue Liga eine gewisse Zeit braucht um sich zu akklimatisieren", sagte Kuntz. "Aydins Pech war es bislang auch, das gleichzeitig unser Angebot an guten jungen Spielern sehr hoch ist." Wichtig ist ihm, dass Aydin und auch alle anderen jungen Spieler lernen, die Initiative zu übernehmen. "Sie müssen anfangen, unabhängig von ihren Kameraden Aktionen zu setzen", fordert er, "nicht erst darauf warten, dass die alten Spieler damit anfangen. Es kann auch ein Aydin Cetin sein, der die erste Aktion beginnt."

Unsicher ist dagegen immer noch die Lage von Jens Boehnke. Bei ihm stellt sich die Frage, ob er überhaupt wieder wird Profifußball spielen können. "Er ist jetzt in einem Stadium, indem er immer öfter die Belastung der Trainingseinheiten verkraften kann." Das allein besagt aber noch nichts. Jetzt soll Boehnke im Oberligateam Spielpraxis sammeln. "Dann werden wir sehen, ob das Knie hält." Auf jeden Fall wird aber bis zum Sommer die Entscheidung gefallen sein, ob Boehnke als Sportinvalide oder als Bundesligaprofi in die nächste Saison geht.

S. Snape
ka-fans.com News Beitrag 2562 - Mittwoch, 30.01.2002 um 15:54:57 Uhr

Update: Sonderzug nach Frankfurt am 9.2.2002

Am Samstag 09.02.02 15 Uhr findet in Frankfurt das Ausswärtsspiel des KSC _ Eintracht Frankfurt statt. Aus diesem Grund haben die KSC Fanbetreuung und die Supporters in Zusammmenarbeit mit der Deutschen Bahn einen Sonderzug zu diesem Spiel bereitgestellt.

Die Tickets, die als Fahrausweise für den Sonderzug nach Frankfurt vom KSC und den Supporters verkauft werden, gelten auch als Anreisetickets im KVV Verkehrsverbund.
Somit können alle Inhaber dieses KSC/ Supporters - Tickets zum Sonderzug die Nahverkehrsmittel des KVV nutzen, um in Karlsruhe zum Sonderzug zusteigen zu können.
Der Fahrpreis von 4,50 Euro verändert sich nicht.

Weitere Zusteigemöglichkeiten bestehen leider nicht, da der Zug direkt von Karlsruhe nach Frankfurt fährt.

Hinfahrt:
ab: 11.44 Uhr Karlsruhe HBF Gleis 6
an: 13.12 Uhr Frankfurt Sportfeld

Rückfahrt:
ab: 17.44 Uhr Frankfurt Sportfeld
an: 19.14 Uhr Karlsruhe HBF
ka-fans.com News Beitrag 2561 - Samstag, 26.01.2002 um 12:53:35 Uhr

Karlsruher SC - Vfl Bochum 4:1 (2:0)

19. Spieltag
Freitag, 26. Januar 2002, 19 Uhr

Karlsruher SC - Vfl Bochum 4:1 (2:0)

1:0 (6.) Danny Fuchs
2:0 (37.) Daniel Graf
3:0 (57.) Gabriel Melkam
4:0 (72.) Werner Heinzen
4:1 (77.) Vahid Hashemian
  Werner Heinzen wird von seinen Mannschaftskollegen nach seinem Treffer zum 4:0 gefeiert!

(ira) In gewohnter Manier verlas der Stadionsprecher die Mannschaftsaufstellung in aufsteigender numerischer Reihenfolge. Es dauert dann doch schon lange, ehe nach den Namen Walter und Grimm nächste KSC-Defensivkräfte genannt wurden. Ebenso wie Peter Neururer, der drei Punkte aus dem Wildpark entführen wollte, agierte auch Stefan Kuntz mit drei Spitzen gegen den Aufstiegsaspiranten, dem auch schon im Ruhrstadion ein Punkt abgerungen wurde.

Der KSC agierte sehr engagiert, mit Forechecking konnte der Gast früh gestört werden. Bruno Labbadia nötigte Thomas Stickroth zu einem schwachen Rückpaß, den er selbst fast erlaufen hätte. Bereits früh brachten einstudierte Spielzüge beim KSC den Erfolg. Mit direktem Spiel über Gabrial Melkam auf Theo Rus und Aydin Cetin, legte Letzerer Danny Fuchs auf, dem von der Strafraumgrenze ein unhaltbarer Flachschuß gelang. Zwei Minuten nach seinem Führungstor prüfte Danny Fuchs erneut Rein van Duijnhoven. Im Doppelpaßspiel harmonierten besonders Carsten Birk und Danny Fuchs. Gabrial Melkam konnte im Mittelfeld nach belieben schalten und walten. Bochum stand in der Folge zu weit weg von den Gegenspielern. Die KSC-Gelegenheiten waren logische Konsequenz zielstrebigem Mittelfeldspiels. Ehe Bochum nach Vorarbeit von Sören Colding durch Nationalspieler Thomas Christiansen die erste Kopfballchance hatte, scheiterte Daniel Graf knapp (12.). Der sehr gut aufgelegte Bruno Labbadia übertrag an diesem Abend seine Torlust auf seine Sturmpartner. Mal setzte er sie geschickt ein, mal scheiterte er denkbar knapp. Heute sparte er sich seine Treffer für engere Spiele auf. So auch nach 23 Minuten als der von Frank Fahrenhorst umklammerte Aydin Cetin auf Bruno Labbadia spitzelte.

Bochum kam nur bei Kontersituationen vor das KSC-Tor. Hierdurch blieb die Partie spannend, schließlich bedurfte es nur eines Fehlers den Gästen zum Ausgleich zu verhelfen. Da zunächst weder der Kopfball von Aydin Cetin (28.) - er schloss eine schöne Kombination von Gabriel Melkam über Daniel Graf ab - noch Daniel Graf, der mustergültig von Bruno Labbadia (29.) bedient wurde, blieb es spannend. Schließlich leitete Theo Rus mit seiner Flanke auf Bruno Labbadia den zweiten Treffer ein. Der Sturmführer legte erneut auf Daniel Graf, der aus spitzem Winkel Rein van Duijnhoven düpierte. Mit umgekehrten Vorzeichen (Graf auf Labbadia) wäre fast das 3:0 nach 40 Minuten gefallen.

Es war schon sehr beeindruckend, wie die Hausherren dem Spiel ihren Stempel aufdrückten. In nahezu jeder Situation war man einen Schritt schneller als der Gast, selbst vermeintliche Fehler wurden von dem Mannschaftskameraden nach dem Motto Alle für Einen, ausgebügelt. Den Badenern gelang es, abgesehen von den pfeilschnellen Bochumer Kontern, in jedem Mannschaftsteil ein personelles Übergewicht herzustellen. Die wenigen treuen Fans, es kamen nur 8.800 Zuschauer in den Wildpark, mußten sich ob der hohen Laufbereitschaft ihrer Lieblinge Sorgen machen. Reicht die Kraft ?

Diese Frage sollte in der zweiten Halbzeit beantwortet werden. Peter Neururer versuchte mit der Einwechslung von Samir Toplak seiner Abwehr mehr Stabilität zu geben. Um Entschlossenheit zu demonstrieren schickte er seine Spieler bereits Minuten vor Pausenende auf das Feld. Die Gäste kamen auch bald zur Chance den Anschluss zu erzielen, doch Thomas Walter parierte gegen Sören Colding, der frei vor ihm auftauchte (51.). Bochum hatte nun zwar mehr Spielanteile, doch der Spielaufbau war sehr durchsichtig und konnte den KSC nicht beeindrucken. Die monotonen Flanken, die viel zu früh in den KSC-Strafraum geschlagen wurden, brachte keine weitere Gefahr. Nun gab es Kontergelegenheiten für die Hausherren, als Daniel Graf auf dem weg zu seinem zweiten Treffer war, wurde er auf der Strafraumlinie von Rein van Duijnhoven nicht regelkonform gestoppt. Carsten Birk, der bereits in Babelsberg erfolgreiche Strafstoßschütze überraschte das Publikum mit einer neuen Strafstoßvariante. Zunächst nötigte er Rein van Duijnhoven in die Torecke zu tauchen und den Ball nach vorne abzuwehren, dann rangen er und Bruno Labbadia um den Nachschuß ehe der abgewehrte Ball zu Daniel Graf kam. Der Flügelflitzer flankte scharf auf Gabrial Melkam, damit dieser aus 4 Metern in das leere Tor einköpfen konnte. Nun stellte sich nicht mehr die Frage ob die Kraft reicht. der KSC wurde nun von der Euphorie getragen.

Hatte man vor dem Spiel noch großen Respekt vor dem Aufstiegsasparanten aus dem Ruhrgebiet, so war mit dem spielentscheidenden 3:0 ein wenig die Stimmung gedämpft. Dem Spiel fehlte nun die Spannung, zu überlegen agierte die sehr diszipliniert auftretende Heimmannschaft. Nach dem Sergej Mandreko und Daniel Graf (70.) einen Zweikampf an der Mittellinie führten, musste der sehr gute KSC-Angreifer mit Verdacht auf Knöchelschaden ins Krankenhaus. Für ihn kam Werner Heinzen, auf Bochumer Seite scheinbar unbemerkt, in die Partie. Werner Heinzen wurde auch gleich angespielt und zog auf dem rechten Flügel in Richtung des Bochumer Tores. Er dribbelte zwei Abwehrspieler aus und hatte nur noch Rein van Duijnhoven vor sich. Heinzen überwand den Keeper erneut aus spitzem Winkel und der Wildpark stand Kopf. Vahid Hashemian konnte die nachlassende Konzentration beim KSC zur kosmetischen Ergebniskorrektur nutzen. Der KSC tat nun auch nicht mehr als unbedingt notwendig, kam aber durch Bruno Labbadia noch zweimal zu guten Chancen.

Stefan Kuntz und seinen Trainerkollegen ist es während der Vorbereitung hervorragend gelungen den kleinen Kader für die Rückrunde einzustellen. Das Fehlen des erkrankten Torpedos Clemens Fritz wurde ebenso kompensiert, wie das des gefürchtetsten Abwehrrecken der Liga, Torsten Kracht. Der Spielaufbau wurde verbessert und die körperliche Verfassung der Spieler ist ausgezeichnet.

Peter Neururer kann als einzigen positiven Punkt das schnelle Umschalten von Abwehr auf Angriff mit nach Hause nehmen. Die Bochumer Abwehr und das Bochumer Mittelfeld waren gegen den stark aufspielenden KSC total überfordert.

Enttäuschend war jedenfalls die, für den lauen Januarabend, schwache Kulisse im Karlsruher Wildpark. Mit dem guten Spiel hat die Mannschaft ein deutliches Signal gesetzt, damit zum nächsten Heimspiel gegen Mainz eine deutlich höhere Zuschaueranzahl den Weg in den Wildpark findet.

Karlsruher SC: 1 Thomas Walter, 3 Marco Grimm, 21 Carsten Birk, 24 Carsten Rothenbach (60. 4 Holger Seitz), 25 Thijs Waterink, 7 Theo Rus, 18 Gabrial Melkam, 11 Danny Fuchs (79. 10 Tobias Weis), 12 Aydin Cetin, 9 Bruno Labbadia, 15 Daniel Graf (72. 2 Werner Heinzen)
Ersatz: 19 Andreas Backmann, 33 Innocent Melkam, 34 Ivan Saenko, 22 Bastian Becker (ETW)
Trainer: Stefan Kuntz

Vfl Bochum: 1 Rein van Duijnhoven, 3 Martin Meichelbeck, 5 Sören Colding (60. 24 Michael Bemben), 7 Paul Slavo Freier (70. 23 Dino Toppmöller), 8 Sebastian Schindzielorz, 9 Thomas Christiansen, 10 Dariusz Wosz, 12 Thomas Stickroth (46. 2 Samir Toplak), 16 Vahid Hashemian, 20 Sergej Mandreko, 25 Frank Fahrenhorst
Ersatz: 4 Mirko Dickhaut, 26 Björn Joppe, 28 Hilko Ristau,13 Christian Vander (ETW)
Trainer: Peter Neururer

Schiedsrichter: Uwe Kemling (Burgwedel), Assistenten: Carsten Kadach, Holger Grabanowski

Besondere Vorkommnisse: Carsten Birk scheitert mit einem Foulelfmeter an Rein van Duijnhoven (56.)
Gelbe Karten: Sören Colding (25.), Paul Slavo Freier (33.), Rein van Duijnhoven (55.)

Zuschauer: 8.800